Diese Variante
In-Place-Upgrade
Gleiche Hardware · Gleiche Rollen
- Kein neuer Server nötig – spart Hardwarekosten
- Alle installierten Rollen bleiben erhalten
- Kürzere Projektdauer
- Hardware muss Server 2025 unterstützen
- Risiko bei alten Treibern oder Legacy-Software
- Kein sauberer Neustart des Systems
Migration auf neue Hardware
Neuer Server · Saubere Installation
- Frische Installation, kein alter Ballast
- Parallelbetrieb während der Migration
- Höhere Kosten durch neue Hardware
- Mehr Planungsaufwand
Phase 01
Vorbereitung & Kompatibilitätsprüfung
Hardware und Rollen prüfen
Nicht jede Hardware die Server 2016 trägt, unterstützt auch Server 2025. Vor dem Upgrade muss die Kompatibilität aller Komponenten geprüft werden.
- Treiberkompatibilität für alle Hardwarekomponenten prüfen
- Installierte Serverrollen und Features inventarisieren
- Installierte Drittanbieter-Software auf 2025-Kompatibilität prüfen
- Freien Speicherplatz sicherstellen (min. 32 GB auf Systempartition)
- Windows Server Catalog für Hardwarekompatibilität konsultieren
Server Manager
PowerShell Get-WindowsFeature
⏱ 0,5 – 1 Tag
Vollständiges Backup erstellen
Vor dem In-Place-Upgrade ist ein vollständiges, getestetes Backup Pflicht. Im Fehlerfall muss der Server wiederherstellbar sein – idealerweise als Bare-Metal-Backup auf ein separates Medium.
- Bare-Metal-Backup des gesamten Systems (Windows Server Backup oder Drittanbieter)
- Active Directory Sicherung (ntdsutil oder Windows Server Backup)
- Backup aller Datenbanken (SQL, Exchange etc.)
- Wiederherstellung im Testumfeld verifizieren
- Dokumentation des aktuellen Zustands (IP, Rollen, GPOs)
Windows Server Backup
Veeam / Acronis
⚠ Backup testen!
⏱ 0,5 – 1 Tag
Phase 02
Upgrade-Durchführung
In-Place-Upgrade starten
Das eigentliche Upgrade läuft weitgehend automatisch – dauert aber je nach Hardware und Rollenumfang mehrere Stunden und erfordert mehrere Neustarts. Der Server ist in dieser Zeit nicht erreichbar.
- Setup.exe von Server 2022 Installationsmedium starten
- Lizenzschlüssel eingeben und Edition wählen (Standard oder Datacenter)
- „Upgrade: Windows installieren und Dateien, Einstellungen und Anwendungen behalten"
- Mehrere automatische Neustarts abwarten (30–90 Minuten)
- Nach Upgrade: Anmeldung und erste Systemprüfung
Server 2025 Setup
⚠ Abends durchführen
✓ Rollen bleiben erhalten
⏱ 2 – 4 Stunden
Nacharbeiten & Verifikation
Nach dem Upgrade müssen alle Serverrollen, Dienste und Anwendungen geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Treiber und Agents (Backup, Monitoring) brauchen häufig ein Update.
- Alle Serverrollen auf Funktion prüfen (AD DS, DNS, DHCP, Fileserver etc.)
- Treiber aktualisieren (Netzwerkkarte, RAID-Controller, iDRAC/iLO)
- Backup-Agent und Monitoring-Agent aktualisieren
- Windows Updates einspielen
- Eventlog auf Fehler prüfen
- Antivirensoftware auf Kompatibilität prüfen
Server Manager
Event Viewer
✓ Alle Rollen verifizieren
⏱ 0,5 – 1 Tag
⚠ Häufige Fehler beim In-Place-Upgrade
- Upgrade ohne getestetes Backup gestartet – kein Rollback möglich
- Inkompatible Drittanbieter-Software blockiert das Setup oder läuft danach nicht mehr
- Backup-Agent nach Upgrade nicht aktualisiert – Backups schlagen lautlos fehl
- Antivirus blockiert Setup-Prozesse – vorher deinstallieren oder deaktivieren
- Zu wenig Speicherplatz auf der Systempartition – Setup bricht mittendrin ab
- Edition-Downgrade versucht (z.B. Datacenter → Standard) – nicht unterstützt
- Active Directory-Funktionsebene nicht auf 2016 angehoben – Features bleiben gesperrt
Ergebnis
Was nach dem Upgrade steht
2034
Support bis Oktober 2034 gesichert
100%
Serverrollen und Daten erhalten
1
Wartungsfenster für den Wechsel
In-Place-Upgrade
Gleiche Hardware · Gleiche Rollen
- Kein neuer Server nötig
- Kürzere Projektdauer
- Kein sauberer Neustart
- Alter Ballast bleibt im System
Diese Variante
Migration auf neue Hardware
Neuer Server · Saubere Installation
- Frische, saubere Server 2025 Installation
- Parallelbetrieb – kein Ausfall während der Migration
- Modernisierung der Hardware gleichzeitig möglich
- Alter Server bleibt als Fallback erhalten
- Höhere Kosten durch neue Hardware
- Mehr Planungsaufwand und Projektdauer
Phase 01
Planung & neuer Server
Bestandsaufnahme & Dimensionierung
Vollständige Inventarisierung der bestehenden Umgebung – Rollen, Dienste, Anwendungen, Abhängigkeiten. Daraus ergibt sich die Spezifikation des neuen Servers.
- Alle Serverrollen und installierten Features dokumentieren
- CPU-, RAM- und Speicherauslastung der letzten 30 Tage analysieren
- Abhängigkeiten zwischen Diensten und Anwendungen kartieren
- Neuen Server dimensionieren (CPU, RAM, Storage, RAID)
- Netzwerkplanung: IP, VLAN, Switch-Port
Server Manager
Performance Monitor
⏱ 0,5 – 1 Tag
Neuen Server aufsetzen
Windows Server 2025 wird auf der neuen Hardware frisch installiert und grundkonfiguriert – bevor irgendeine Rolle migriert wird.
- Windows Server 2025 Installation (Standard oder Datacenter)
- Treiber und Firmware aktualisieren (NIC, RAID, iDRAC/iLO)
- Windows Updates vollständig einspielen
- Hostname, IP und DNS temporär konfigurieren
- Backup-Agent und Monitoring-Agent installieren
- Antivirensoftware installieren und konfigurieren
Windows Setup
DELL iDRAC / HP iLO
✓ Parallelbetrieb
⏱ 0,5 – 1 Tag
Active Directory migrieren
Den neuen Server als zusätzlichen Domänencontroller einführen – AD repliziert automatisch. Danach die FSMO-Rollen übertragen und den alten DC degradieren.
- Neuen Server der Domäne beitreten lassen
- AD DS Rolle installieren und als weiteren DC promoten
- Replikation aller AD-Partitionen abwarten und prüfen
- FSMO-Rollen auf neuen Server übertragen (PDC, RID, Infrastructure, Schema, Domain Naming)
- DNS-Rolle auf neuen Server migrieren
- Alten DC degradieren und aus AD entfernen
AD DS
ntdsutil
⚠ FSMO-Rollen prüfen
⏱ 0,5 – 1 Tag
DHCP, Fileserver & weitere Rollen migrieren
Jede Serverrolle wird einzeln auf den neuen Server übertragen – mit Parallelbetrieb und anschließendem Test vor der Abschaltung auf dem alten Server.
- DHCP: Bereich exportieren, auf neuem Server importieren, Autorisierung
- Fileserver: Freigaben, Berechtigungen und Daten mit Robocopy übertragen
- DFS: Namespace und Replikation auf neuen Server migrieren
- Druckerserver: Drucker und Treiber exportieren und importieren
- Gruppenrichtlinien: auf Funktion prüfen, ggf. anpassen
DHCP-Export/Import
Robocopy
✓ Rollback jederzeit möglich
⏱ 1 – 2 Tage
Phase 03
Cutover & Abschaltung
Umstellung der Clients & Dienste
Wenn alle Rollen migriert und getestet sind, werden Clients und externe Dienste auf den neuen Server umgestellt. Der alte Server bleibt noch einige Wochen als Fallback.
- DNS-Einträge auf neue IP umstellen
- DHCP Default Gateway und DNS-Server in den Scopes anpassen
- Anmeldeskripte und GPOs auf neuen Servernamen anpassen
- Verbindungen zu Netzwerkfreigaben prüfen
- Zertifikate und SSL-Bindungen auf neuem Server einrichten
DNS
GPO
⚠ Abends durchführen
⏱ 0,5 – 1 Tag
Alten Server außer Betrieb nehmen
Nach einer Beobachtungsphase von 2–4 Wochen wird der alte Server sauber abgeschaltet – nicht einfach ausgesteckt.
- Alle verbleibenden Dienste auf neuem Server prüfen
- Alten Server aus DNS und AD entfernen
- Letztes Backup des alten Systems erstellen und archivieren
- Server abschalten und für 3 Monate aufbewahren (nicht sofort verschrotten)
- Lizenzen dokumentieren und übertragen
Active Directory
✓ Saubere Abschaltung
⏱ Nach 2–4 Wochen
⚠ Häufige Fehler bei der Server-Migration
- FSMO-Rollen nicht übertragen – alter Server bleibt heimlicher PDC-Emulator
- Robocopy ohne /MIR und /SEC – Berechtigungen gehen verloren
- DHCP auf altem und neuem Server gleichzeitig aktiv – IP-Konflikte im Netz
- Alten Server sofort verschrottet – kein Fallback bei Problemen nach dem Cutover
- Druckerserver vergessen – Drucker verschwinden beim nächsten Neustart der Clients
- Zertifikate abgelaufen oder nicht migriert – Dienste fallen nach einiger Zeit aus
- AD-Funktionsebene nicht angehoben – neue Features bleiben gesperrt
Ergebnis
Was nach der Migration steht
2034
Support bis Oktober 2034 gesichert
0
Stunden ungeplanter Ausfall
100%
Daten und Berechtigungen erhalten
Neu
Hardware und saubere Basis für die nächsten Jahre